Neuraltherapie nach Huneke
Unter Neuraltherapie versteht man den diagnostischen und therapeutischen Einsatz von Lokalanästhetika zur Behandlung von funktionellen Störungen und Schmerzuständen.
Dabei werden nicht nur Schmerzen weit über die Zeit der Anästhesie beseitigt, sondern auch Heilungen von entzündlichen und degenerativen Prozessen erreicht.
Formen der Neuraltherapie:
- Lokale Therapie („Dawos-Prinzip“)
Die Injektion erfolgt „da wo’s wehtut“
Im Zahn-Kiefer-Bereich wird dieser Zugang am häufigsten angewendet. - Segment-Therapie:
Ein lokales Schmerzgeschehen beeinflusst auch immer das dazugehörige Segment (Headsche Zone). Das Segment muss daher mitbehandelt werden. - Störfeldtherapie:
Unter einem Störfeld (Herd) verstehen wir einen chronischen Reizzustand an einer beliebigen Stelle des Körpers mit Fernwirkungen auf andere Organe und Organsysteme.
Jede chronische Krankheit kann störfeldbedingt sein. 80 – 86% aller Störfelder befinden sich im Kopfbereich. Zu nennen sind Zähne, Kieferhöhlen, Mandeln und die Ohren.
Im Zahn-Kiefer-Bereich sind das z.B. tote Zähne, Wurzelreste, Weisheitszähne, Entzündungen im Kieferbereich, Parodontitis und Narben.
Die Procaininjektion an das schuldige Störfeld heilt die störfeldbedingten Krankheiten, soweit das anatomisch möglich ist.